Steiermark ORF.at
MI | 11.04.2012
Falsche Bombe (Bild: APA)
Falscher Alarm in Grazer Uni
"Bombe" war Hackergerät
Auf dem Campus der Karl-Franzens-Uni Graz hat es Donnerstagmittag Sprengstoffalarm gegeben. Der vermeintliche Sprengkörper hat sich bei näherer Untersuchung aber als Gerät eines Hackers herausgestellt.
Hinter Heizkörper versteckt
Ein Datenkabel und ein Stromstecker ragten aus dem mit Kippschaltern bestückten Koffer. Das ganze Paket war am Uni-Netzwerk angeschlossen und hinter einer Heizkörperabdeckung versteckt.
Gebäude evakuiert
Der Hausmeister des Chemiegebäudes in der Schubertstraße entdeckte um die Mittagszeit den grauen Plastikkoffer. Das Paket kam ihm verdächtig vor, er benachrichtigte die Exekutive. Das Haus wurde evakuiert, das Gelände großräumig abgesperrt.

Fast sechs Stunden war der Uni-Kreisverkehr in Graz gesperrt, die Exekutive war im Großeinsatz. Der Betrieb rund um das Gebäude blieb trotz Absperrungen aufrecht, auch die in der Nähe liegende Mensa blieb geöffnet.
Experten aus Wien angefordert
Ein Grazer Sprengstoffsachverständiger untersuchte den Koffer mit Röntgenstrahlen. Er konnte nicht ausschließen, dass es sich um einen Sprengkörper handelte. Deshalb wurden zwei weitere Fachleute aus Wien angefordert.
Unbekannter Hacker
Sie stellten schließlich fest, dass es sich um das Gerät eines unbekannten Hackers handelte. Der Koffer war allerdings sehr gut abgeschirmt: Die Experten mussten ihr Röntgengerät auf die höchste Leistungsstufe schalten, um durch den Koffer in die darin befindliche Plastikkiste zu blicken. Danach konnte Entwarnung gegeben werden.
Illegaler Server
Die Anlage könnte als illegaler Server für eine Internet-Website oder zum Herunterladen von Daten auf Kosten der Uni gedient haben - und das vielleicht schon seit Jahren. Denn hinter der Zwischenwand war das Gerät nicht zu sehen.

Das Landeskriminalamt wird die elektronische Bastelei nun untersuchen.
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